Jugendfeuerwehr Nürnberg

 

Jugendfeuerwehr beim Weltkindertag

Auch diese Jahr nahm die Jugendfeuerwehr Nürnberg wieder am Weltkindertag der Stadt Nürnberg teil.
Mit 20 Jugendlichen und 5 Jugendwarten stellten wir uns gemeinsam mit dem Jugend THW und dem ASJ auf der Aktionsfläche der ARGEHUM am Weißen Turm den Besuchern.
Mit vollem Eifer erklärten die Jugendlichen die Tätigkeit der (Jugend)Feuerwehr und das ausgestellte Fahrzeug. Auch der aufgestellte Wasserflipper würde mit Begeisterung von den Kindern bespielt.

Am Infostand konnten die Eltern und Besucher die auf dem Jugendzeltlager im August gebastelten Feuerwehrwachen bestaunen. Und hier wurden auch Fragen von den Jugendwarten zum Thema Jugendfeuerwehr beantwortet.

Im Laufe des Weltkindertags wurde die JFW zu einer kleinen Hilfeleistungsaktion beim Jugendamtstand gerufen. Dort waren die Behälter mit Infomaterial nicht mehr zuöffnen. Dies wurde fachmännisch von den Jugendlichen gelöst.

Voraussichtlich werden wir auch nächstes Jahr wieder Teilnehmen.

Zeltlager in Vestenbergsgreuth

Hier gibts den Bericht der JuFw Laufamholz über das Zeltlager

Gemeinschaftsübung mit ASJ und Malteserjugend

Nachdem großen Erfolg der ARGEHUM-Übung 2008 fand am 18.Juli 2009 eine Gemeinschaftsübung zwischen ASJ, Malteserjugend und der Jugendfeuerwehr statt.

Auf den Bahngelände in der Münchner Straße wurde ein als Übungsszenario angenommen des ein Feuer bei Renovierungsarbeiten im ehemaligen Büro- und Kantinengebäude ausgebrochen ist. Es wird von Seiten der Renovierungsfirma der gesamte Arbeitertrupp von ca. 12 Leuten vermisst. Die Verletztendarsteller werden von der Malteserjugend gestellt.

Die Einheiten der JFW fuhren mit dem 1. Zug als Erste auf das Übungsgelände und fanden ein völlig verrauchtes Gebäude und eine mangelhafte Wasserversorgung vor. Stadtjugendwart Christian Erb forderte daraufhin weiter Kräfte von der Jugendfeuerwehr und dem ASJ nach. Während das LF 16-TS der JFW Moorenbrunn eine Wasserversorgung aufbaut beginnt die JFW Katzwang sofort mit der Brandbekämpfung aus dem Wassertank ihres LF 10/6. In der Zwischenzeit erkundet Chritian Erb die Lage. Die mittlerweile eingetroffenen Kräfte des ASJ richten einen Verbandplatz in der Nähe ein und stellen Trupps bereit um die Verletzen von den JFW´s zu übernehmen.

Vom 2. Zug der JFW beginnt die JFW Laufamholz sofort mit der Menschenrettung im 1.OG über Steckleitern. Die JFW Werderau bereitet Beleuchtungsgerät vor und setzt diese im EG zur Ausleuchtung des Gebäudes ein. Anschließend beginnen die Jugendlichen auch hier mit der Menschenrettung eines Schwergewichtigen aus den ehemaligen Duschanlagen. Da der Brand unter Kontrolle ist läuft die Menschenrettung auf Hochtouren, im Minutentakt werden jetzt die Verletzen bei den Jugendlichen des ASJ angeliefert und übernommen.

Die Rettung eines Verletzen mit einem gebrochenem Bein gestaltet sich als schwierig, daher begleitet hier ein Jugendlicher des ASJ die Jugendfeuerwehrler. Der Verletzte wird vor Ort mit Beinschienen Erstversorgt und anschließend mit der Schaufeltrage aus dem Treppenhaus auf die Krankentrage verbracht. Und anschließend zum Verletztensammelplatz transportiert.

Nach dem gemeinsammen Aufräumen und wieder Einsatzbereit machen der Fahrzeuge fand die Gemeinschaftsübung 2008 mit einer kleinen Grillparty welches das Jugend THW vorbereitet hat ein erfolgreiches und schönes Ende.

Jugendfeuerwehr feiert Jubiläum mit Flocke

Am Samstag feierte die Jugendfeuerwehr Nürnberg im Tiergarten ihr 15-jähriges Jubiläum und veranstaltete ihren 3. Jugendfeuerwehrtag.

Bei einer Schnitzeljagd mit insgesamt fünf Stationen und einem Wissensquiz konnten junge Feuerwehrleute, Mädchen und Jungs im Alter von 14 bis 18 Jahren, ihr Können und ihr Geschick unter Beweis stellen. Die von Publikum am stärksten frequentierte Station befand sich direkt vor dem Gehege von Eisbärenmädchen Flocke. An dieser Stadion mussten die Jugendlichen ihr Können in Erster Hilfe zeigen und ein geschminktes Opfer, das des Öfteren von Passanten besorgt gefragt wurde, ob alles in Ordnung sei, versorgen.

Doch auch an den weiteren vier Stationen, die im gesamten Tiergarten verteilt waren, wurden das Geschick und die Kreativität der Jugendlichen gefordert.

Eine dieser Stationen befand sich im momentan leer stehenden Elefantengehege. Dort sollte mit Hilfe von Waldbrandpatschen Luftballons aus einem Kreis von Schläuchen geschaufelt werden. Die weiteren Stationen waren Löschangriff mit Hindernissen, der Transport eines Verletzten über unwegsames Gelände und der Wassertransport mit einer Schlauchhaspel über eine Hindernisstrecke.

Für die kleinen Zoobesucher war am Streichelzoo ein echtes Feuerwehrauto zum Besichtigen und Anfassen abgestellt

Am Abend folgte dann der offizielle Teil des Tages mit dem wohlverdienten Schnitzelbrötchen. Nach den Reden von Stadtjugendfeuerwehrsprecherin Tanja Gsell, dem Stadtjugendfeuerwehrwart Christian Erb und dem Leiter der Ausbildungsabteilung der Berufsfeuerwehr Nürnberg Felix Schanzmann folgte die Siegerehrung. Der Abend klang in gemütlicher aber erschöpfter Runde im Naturkundehaus aus.

Unseren Dank wollen wir an den Tiergarten Nürnberg für unkomplizierte und reibungslose Zusammenarbeit richten. Des weitern bedanken wir uns beim Admiral Filmpalast für die Sachpreise der Siegerehrung.

Großübung der

am 3.5.2008 im Trafowerk Nürnberg

Alarm im Trafowerk der Firma Siemens. Nach einem Zwischenfall ist ein Brand ausgebrochen, Teile der Werkshalle sind eingestürzt. Nur kurze Zeit später rückt bereits die Feuerwehr mit mehreren Löschfahrzeugen an. Nach einer ersten Erkundung durch den Einsatzleiter werden in Windeseile Schläuche verlegt, Tragen herbeigeschafft und Stromaggregate in Stellung gebracht. Erst jetzt wird beim genaueren Hinsehen deutlich, dass es sich nicht um erwachsene Retter handelt, sondern um Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren.

Die ARGEHUM (Zusammenschluss der Jugendorganisationen des ASB, der Feuerwehr, des JUH, des MHD und des THW in Nürnberg) veranstaltete am ersten Mai-Wochenende diese Großübung für die Jugendlichen der genannten Organisationen.

Schon im nächsten Moment rauschen die Großfahrzeuge des Technischen Hilfswerks und zahlreiche Rettungswägen auf das Gelände. Die Feuerwehr hatte Verstärkung angefordert. Während die Jugendlichen der freiwilligen Wehren das erste Schaumrohr vornehmen, sorgt die THW-Jugend für genügend Licht in den finsteren und von Nebelmaschinen verdunkelten Räumen. Und auch die vielen herbeigeeilten Sanitäter können sich über mangelnde Arbeit nicht beschweren. Jugendliche in roten und blauen Anzügen schleppen jeweils zu viert Tragen mit geretteten Verletzten zum Zelt der Rettungsorganisationen. Dort werden sie übernommen und fachmännisch weiterversorgt.

Mit seiner Digitalkamera hält Felix Schanzmann fest, wie die jungen Helfer ihre Rollen sichtlich ernst nehmen. Kein Wunder, meint der Ausbildungsleiter der Berufsfeuerwehr Nürnberg: „Sonst machen sie ja eher Übungen mit Eimern im Hof.“

Trotz des Eifers konnten nicht alle Verletzten gleich am Anfang gerettet werden. So mussten die sperrigen Verletztentragen von THWlern und Feuerwehrmännern gemeinsam das enge Treppenhaus heruntergezirkelt werden. Zusätzlich war ein aufwändiger Leiterhebel nötig, welcher das eingestürzte Treppenhaus überbrücken mussten.

Nach rund zwei Stunden meldete der Einsatzleiter schließlich das Feuer gelöscht. Alle Verletzten waren gefunden und gerettet worden. Nach einem kurzen Verschnaufen waren die Kids aber schon wieder gefordert - gemeinsames Aufräumen stand an. Gemeinsam ging das locker von der Hand. Und die meisten der erschöpften Junghelfer hatten in diesem Moment bestimmt auch schon das Bratwurstbrötchen beim anschließenden Grillen in der THW-Unterkunft vor den Augen.

Katzwanger Jugendfeuerwehr bei den Munich Fire Games 2007

Die Jugendfeuerwehr der Landeshauptstadt München feierte vom Freitag den 15.06.2007 bis 17.06.2007 ihr 25- jähriges Jubiläum zusammen mit dem 140- jährigen der Freiwilligen Feuerwehr München.

Aus diesem Anlass wurden die Munich Fire Games veranstaltet. Austragungsort war der Olympiapark (Coubertinplatz) in München.

Bei den Munich Fire Games waren von den teilnehmenden Jugendgruppen 8 Disziplinen zu bewältigen. Diese Disziplinen waren mit feuerwehrtechnischem Wissen, Geschicklichkeit und Teamwork zu bewältigen. Bekanntgabe der Disziplinen erfolgte erst unmittelbar vor deren Bewältigung.

Eine teilnehmende Gruppe bestand aus genau 8 Jugendlichen und einem volljährigen Betreuer, der die Gruppe begleitete.

Die Jugendfeuerwehr Nürnberg-Katzwang fuhr in Repräsentation der Jugendfeuerwehr Nürnberg am Freitagnachmittag mit zwölf Jugendlichen: Sebastian Beck, Mark Bieniek, Moritz Fliegel, Michael Gröschel, Alexander Hubmann, Michael Jank, Michel Peilnsteiner, Sven Schlehlein, Thorsten Wirner, Sven Wirner, Andre´ Wächter, Marcel Kotzerke und ihrem 1.Jugendwart Marcus Haas und dem stellvertretenden Stadtjugendfeuerwehrwart Alexander Kopp in zwei Feuerwehrfahrzeugen der Berufsfeuerwehr Nürnberg nach München.

Angekommen in München, bezog die JF Katzwang ihr Quartier in einer Jugendherberge im Stadtteil Thalkirchen.

Mit großer Begeisterung folgten die 12 Jungs am gleichen Abend der Einladung der Jugendfeuerwehr München zum großen Festakt der FF München im Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz. Hier ließ es sich die Katzwanger Jugendfeuerwehr, zusammen mit vielen anderen JF´lern aus Hamburg, Augsburg, Wien…, mit einem sehr guten Abendessen und einer großen Maß Spezi, schmecken.

Fit und gut ausgeschlafen begannen am Samstagvormittag nun endlich die Munich Fire Games. Alle elf angemeldeten Jugendfeuerwehren trafen sich bei der Wettkampfleitung im Olympiapark auf dem Coubertinplatz. Dort wurde jede Gruppe von der Bühne aus begrüßt. Katzwang wurde als Nürnberger 1. FCN Pokalsieger mit großem Applaus begrüßt. Jeder Wehr wurde im Anschluss ein Betreuer der Freiwilligen Feuerwehr München zugeteilt, welcher die Gruppen den Tag über begleitete.

Die Eröffnung der Fire Games erfolgte durch den Kommandanten und der Stadtjugendfeuerwehrwartin der Feuerwehr München.

Station für Station wurde von den Jungs aus Nürnberg-Katzwang bewältigt. Von der Personenrettung mit einem Schlauchboot, Reanimieren einer bewusstlosen Person, Platzwunden verbinden, Feuerwehrgeräte mit FW-Knoten einbinden und mittels einer Leine über einen Fluss ziehen, auf Schnelligkeit eine komplette Feuerwehr Einsatzkleidung aus und anziehen, mit verschiedensten Geräten eine Wasserförderung herstellen, bis hin zur Schnelligkeitsübung, in der die Gruppe mit zwei schnellen Läufern einen Berg erklimmen musste, um dort mit einem C-Schlauch beim Auswerfen einen Verkehrsleitkegel umzuwerfen.

Vor der Siegerehrung am späten Nachmittag gab es natürlich auch ein „Feuerwehrmittagessen“ aus der mobilen Küche der Feuerwehr München.

Nun war es soweit : Die Ergebnisse wurden auf einer großen Bühne in mitten des Olympiaparks vom Bayern 3 Radiomoderator Roman Roell und der Jugendfeuerwehrführung aus München bekannt gegeben.

Die Jugendfeuerwehrleute durften mit der ganzen Mannschaft aus Katzwang auf die Bühne, auf welcher sie dann einen großen gläsernen Pokal und eine Urkunde für den 8. Platz in Empfang nehmen durften.

1.Platz erreichte die Jugendfeuerwehr Hamburg, die mit Abstand den weitersten Weg nach München hatte.

Für die Jugendfeuerwehr aus Katzwang war dies das Erste mal, dass sie an einem solchen Event teilnahm und einen Pokal mit nach Hause brachte. Somit ist der 8. Platz für alle Jungs und ihre Betreuer mehr als nur : “… dabei gewesen sein …“.

Feiern konnten die Jugendgruppen ihren Erfolg im Anschluss im Gerätehaus der Feuerwache Mitte, in der weitere kalte Getränke und ein Abendessen vom Grill auf alle Gewinner wartete.

Einen schönen Ausklang fand das Wochenende in München für die 12 Jugendlichen und Ihre Betreuer am Sonntagvormittag mit einer Fahrzeugparade auf der Ludwigsstraße am Odeonsplatz. Mit über 300 Fahrzeugen aus der Berufsfeuerwehr, Freiwilligen Feuerwehr, Werkfeuerwehr, Flughafenfeuerwehr München und vielen Oldtimern präsentierten sich die Münchner auf einer ihrer schönsten Straßen.

Nach einem anstrengenden Tag mit wunderbarem Wetter fuhr die Jugendfeuerwehr Nürnberg-Katzwang nach einem abschließenden Mittagessen im Englischen Garten zurück nach Nürnberg.

Text : Marcus HAAS
(1.Jugendwart FF Katzwang)
Jugendfeuerwehr-Katzwang.de

Hüttenlager Pfünz 2007

Am Mittwoch bei der Anfahrt wurden wegen der fortgeschrittenen Zeit die Hütten verteilt und eingerichtet.
Am ersten vollen Tag in Pfünz, also am Donnerstag, fand eine Lagerolympiade statt, bei der verschiedene Gruppen einzelne Aufgaben bewältigen mussten. Eine Station, zum Beispiel, hieß „Station der Sinne“. Hier mussten die Teams verschiedene Sachen schmecken; hören; fühlen und sehen. Am Ende dieses Geländespiels bekamen die einzelnen Gruppen Punkte für ihre Leistung.
Am nächsten Tag, dem Freitag, war der große Tag für die Jugendflamme 1, die die Laufamholzer alle noch nicht gemacht hatten, und die Jugendflamme 2 und 3 für fortgeschrittenere Jugendliche. Bei der Jugendflamme wird man mit verschiedenen Aufgaben konfrontiert, wie z. B. bei „Erste Hilfe“ oder bei den „Knoten“. Auch feuerwehrtechnische Aufgaben waren dabei, wie das Bauen einer Schlauchstrecke oder die Aufgabe „Gerätekunde“, wo man zwei Sachen (Feuerlöscher; Spaten; usw.) aus dem Auto holen und erklären musste wofür sie gut sind.
Danach war Zeit für die „Zeltlager-Aufgabe“, die daraus bestand ein Floß aus zwei Paletten und ca. 8 Kanistern zu bauen. Zur Verfügung standen auch noch verschiedene Seile; Hammer; Nägel und natürlich der Scharfsinn der Floßbauer.
Am Samstag wurden dann alle Floße fertig und um 10:00 Uhr begann die Schlacht auf der Altmühl um den begehrten Platz 1. Doch es war lange kein Konkurrenzkampf mehr spürbar, sondern es ging allen mehr um den Spaß.

Am Sonntag war dann in der Früh noch mal ein Feldgottesdienst und danach hieß es dann aufräumen und schweren Herzens nach Hause fahren.

Alle 45 Jugendfeuerwehrler aus ganz Nürnberg und auch alle Betreuer und Köche kamen nach einem anstrengendem Hüttenlager wohl und gesund nach Hause.

Text: Jugendfeuerwehr Laufamholz
http://www.jf-laufamholz.de.tl/

Zeltlager Vestenbergsgreuth 2005

- Do 04.08.2005 - Nürnberger Nachrichten -

Knifflige Aufgaben Feuerwehrler legten Test für »Jugendflamme« ab

VON KARL-HEINZ PANZER

Löschen, retten, bergen: Die Aufgaben der Feuerwehr erfordern eine gründliche Ausbildung. Nun trafen sich die Nürnberger Jugendfeuerwehren in Vestenbergsgreuth.

Wären sie zu Hause geblieben, hätten viele von ihnen am Freitag spätabends wohl zum Großeinsatz beim Gewittersturm ausrücken müssen; 50 junge Leute von der Nürnberger Jugendfeuerwehr waren über ein verlängertes Wochenende zum Zeltlager in den Steigerwald gefahren. Im Jugendcamp der evangelischen Landjugend unweit des Teedorfes Vestenbergsgreuth schlugen sie mit ihren Betreuern ihr Lager auf. Nicht weit genug weg, um vom Unwetter gänzlich verschont zu bleiben. Ein Zelt ging im Orkan kaputt, die Kleidung wurde bei den Aufräumarbeiten nass, aber sonst ging alles glimpflich ab. Es dauerte keine Stunde, dann war der Spuk wieder vorbei. Nur aus der Ferne waren die Martinshörner der Wehren aus den umliegenden Ortschaften zu hören.

Lauf durch das Gelände

Tags darauf hatte sich das Wetter schon wieder beruhigt. Die Wolkendecke am Samstag kam sicher manchen Teilnehmern gerade recht, denn es stand ein Zehn-Kilometer-Geländelauf auf dem Programm. Auf der Strecke waren einige feuerwehrtechnische Aufgaben zu lösen. Eine Sportart darf in Vestenbergsgreuth nie fehlen: Die Jugendlichen mussten ihre Kräfte beim Teebeutelweitwurf messen. Auch der Sonntag war nicht zum Ausruhen gedacht; da legte der Feuerwehrnachwuchs seine Prüfungsaufgaben zur »Jugendflamme« ab. Freilich handelt es dabei nicht um etwas Amouröses, sondern um ein Leistungsabzeichen der Deutschen Jugendfeuerwehr.

Unfallstelle sichern

Um es zu erlangen, hatten die Jugendlichen, darunter ein knappes Dutzend Mädchen, einige Aufgaben zu lösen. Die Ausrüstung in einem Löschfahrzeug mussten sie nicht nur kennen, sondern auch erklären und damit umgehen können. Schläuche mussten entrollt, zusammengekuppelt und angeschlossen werden. Bei einem angenommenen Verkehrsunfall war es Aufgabe der Prüflinge, die Unfallstelle abzusperren und zu sichern. Aus elf freiwilligen Feuerwehren in der Stadt waren sie zu der gemeinsamen Freizeit gekommen. Ziel war neben dem gegenseitigen Kennenlernen die Förderung von Teamgeist und Motivation. Zwischen 14 und 18 Jahre sind die Jungfeuerwehrleute alt. Ab 16 Jahren können sie, absolvierte Grundausbildung vorausgesetzt, im Ernstfall eingesetzt werden - allerdings nur dort, wo sie keiner besonderen Gefährdung ausgesetzt sind. So erklärt es Christian Erb, dessen Ehrenamtsbezeichnung in voller Länge »Stadtjugendfeuerwehrwart« lautet. Dabei ist dem Organisator des Wochenendcamps durchaus bewusst, dass ein Feuerwehreinsatz niemals ganz ungefährlich ist. Trotz der Abgeschiedenheit in der westlichsten Ecke des Landkreises Erlangen-Höchstadt wurde es den Nürnbergern nicht einsam. So hatten sie die Höchstadter Feuerwehrjugend zu Gast, und auch der Amtskollege von Christian Erb aus dem gastgebenden Landkreis schaute vorbei. Gut traf es sich zudem, dass gleich nebenan in der Herberge eine polnische Schülergruppe logierte. Mit ihnen spielten die Feuerwehrler Fußball und Volleyball. Die meisten Teilnehmer haben jetzt Gelegenheit, sich von den Anstrengungen am Wochenende zu erholen: Etwa zwei Drittel der Teilnehmer drücken nämlich noch die Schulbank und können sich der gerade erst begonnenen Ferien erfreuen. Ein dickes Lob ging an fünf Herren von der Freiwilligen Feuerwehr Werderau: Sie hätten als Versorgungstrupp unter Beweis gestellt, dass sie nicht nur mit Löschgeräten, sondern auch mit dem Kochlöffel umzugehen wissen. Mit Spaghetti, Gulasch, Gegrilltem und Currywurst war immer für Abwechslung auf der Speisekarte gesorgt.

Foto: Karl-Heinz Panzer

Verwendung des Berichts mit freundlicher Genehmigung der Nürnberger Nachrichten